Bundesliga-Saisonstart im Netz: Diese Vereine haben die größten Social Media-Stars verpflichtet
- Netzschreier analysiert Instagram-Reichweite sämtlicher Bundesliga-Profis zum Saisonstart
- RB Leipzig hat sich die meiste Instagram-Reichweite über Neuzugänge in den Kader geholt
- Leverkusen-Star bleibt der größte Influencer der Liga
Wenn im Fußball über Millionenbeträge gesprochen wird, geht es meist um Ablösen und Marktwerte. Doch mit vielen Spielern wechseln heute noch Millionen anderer Art den Verein: ihre Follower in den sozialen Medien. Die Neuzugänge und Leihspieler der 18 Bundesligisten bringen es auf Instagram zusammen auf 26,5 Millionen Follower. Welche Vereine sich in diesem Sommer besonders viel zusätzliche Reichweite in den Kader geholt haben, hat die Influencer-Agentur Netzschreier zum dritten Mal in Folge analysiert. Unter den fünf neuen Bundesliga-Spielern mit den meisten Followern tragen demnach gleich drei das Trikot von RB Leipzig.
Fast sieben Millionen Follower: Leipzig hat die reichweitenstärksten Neuzugänge
Insgesamt kommen die Leipziger Neuzugänge auf 6,97 Millionen Instagram-Follower. Das ist der höchste Wert aller Bundesligisten. Allein Rückkehrer Christopher Nkunku (2,59 Mio), Neil El Aynaoui (2,25 Mio) und das spanische Stürmertalent Marc Guiu (1,35 Mio) bringen zusammen mehr als sechs Millionen Follower mit.
Auf Platz zwei folgt der FC Bayern München mit 3,16 Millionen Followern, die sich auf lediglich drei Neuzugänge verteilen. Den größten Anteil daran hat Ismael Saibari mit 2,56 Millionen Followern. Knapp dahinter landet der VfB Stuttgart (3,1 Mio). Dort geht die zusätzliche Reichweite fast vollständig auf Bilal El Khannouss (2,96 Mio) zurück, der nach seiner Leihe nun fest verpflichtet wurde.
Es folgen Bayer 04 Leverkusen (2,7 Mio) und Borussia Dortmund (1,75 Mio). Der BVB entscheidet damit zumindest dieses Revierduell knapp für sich, denn Aufsteiger FC Schalke 04 kommt mit seinen neuen Spielern auf 1,67 Millionen Follower. Am Ende dieser Tabelle stehen der SC Paderborn 07 (173.799), der SC Freiburg (154.625) und die TSG 1899 Hoffenheim (119.178).
Bayern-Kader kommt zusammengerechnet auf über 90 Millionen Follower
Noch deutlicher werden die Unterschiede beim Blick auf die kompletten Kader. An der Spitze stehen hier die Spieler des FC Bayern München mit zusammengerechnet 91,03 Millionen Followern. Damit liegt der Rekordmeister mit großem Abstand vor Bayer 04 Leverkusen (31,97 Mio), Borussia Dortmund (17,99 Mio) und Eintracht Frankfurt (11,02 Mio). Sie sind die einzigen vier Bundesligisten, deren Spieler gemeinsam die Marke von zehn Millionen Followern überschreiten.
Auf den direkten Abstiegsplätzen in der Social-Media-Tabelle stehen dagegen die beiden Aufsteiger SV 07 Elversberg (909.960) und SC Paderborn 07 (400.551). Selbst zusammengerechnet kommen beide Kader nicht auf die Reichweite einzelner Spieler des dritten Aufsteigers Schalke 04. Sowohl Edin Dzeko (2,58 Mio) als auch Loris Karius (1,94 Mio) haben jeweils mehr Instagram-Follower.
Die größten Einzel-Influencer der Bundesliga sind allerdings weiterhin zwei andere. Lucas Vázquez von Bayer 04 Leverkusen führt das Ranking wie schon in der Vorsaison mit 21,4 Millionen Followern vor Harry Kane vom FC Bayern (20,19 Mio) an. Ihre Entwicklung verläuft jedoch gegensätzlich: Vázquez hat seit seinem Wechsel von Real Madrid zur Werkself im vergangenen Jahr mehr als 1,2 Millionen Follower verloren, während Kane im gleichen Zeitraum fast 2,5 Millionen hinzugewonnen hat.
Netzschreier-CEO: Social-Media-Reichweite von Spielern erhöht auch die Attraktivität ihrer Vereine
“Natürlich wird kein Spieler verpflichtet, nur weil er viele Instagram-Follower hat. Entscheidend sind in erster Linie Faktoren wie sportliche Qualität, Entwicklungspotenzial und die Frage, ob er zur Mannschaft passt. Trotzdem ist die digitale Reichweite eines Fußballers längst mehr als eine nette Begleiterscheinung. Internationale Stars und Talente bringen ihre eigene Community mit. Das verschafft Vereinen zusätzliche Aufmerksamkeit, macht sie für Sponsoren attraktiver und kann ihnen neue Zielgruppen und Märkte erschließen“, meint Marlon Giglinger, Mitgründer und Geschäftsführer von Netzschreier. Er ergänzt:
“Besonders interessant ist deshalb der Blick nach Leipzig. RB hat sich in diesem Sommer mit Abstand die meiste zusätzliche Social-Media-Reichweite in den Kader geholt. Nkunku, El Aynaoui und Guiu allein erreichen zusammen mehr als sechs Millionen Menschen auf Instagram. Das passt zu Red Bull, das seit Jahren zeigt, wie eng Sport, Athleten und internationales Marketing miteinander verbunden werden können. Das kann man als Fußballromantiker natürlich kritisch sehen. In Sachen Reichweite profitiert davon aber nicht nur Leipzig, denn Spieler mit internationaler Strahlkraft machen auch die Bundesliga als Ganzes sichtbarer.“
Über die Untersuchung
Für die Untersuchung hat die Influencer-Agentur Netzschreier die Instagram-Profile der Profis aller 18 Vereine der Fußball-Bundesliga zur Saison 2026/27 erfasst und ausgewertet. Berücksichtigt wurden insgesamt 511 Spieler, die laut Transfermarkt zum Kader der ersten Mannschaft gehören. 24 Spieler verfügen über kein offizielles Instagram-Profil. Für das Transfer-Ranking wurden 146 Neuzugänge und Leihspieler separat ausgewertet. Stichtag der Erhebung ist der 7. September 2026.
